
Magistrat, Stadtverordnetenversammlung und Zivilgesellschaft sind sich einig: Die Stärkung der lokalen Demokratie, der Abbau von Vorurteilen und die Gestaltung eines friedlichen Zusammenlebens sind gemeinsame Aufgabe der Universitätsstadt Marburg und ihrer Einwohnerinnen und Einwohner.
Darum haben Magistrat und Stadtverordnetenversammlung im Januar 2020 ein Handlungskonzept "Für Dialog und Vielfalt - Gegen Rassismus, Ausgrenzung und Demokratiefeindlichkeit" verabschiedet. Mit dem Handlungskonzept werden Maßnahmen in vier Aktionsfeldern umgesetzt: Antidiskriminierung, Dialog und
Beteiligung, Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit sowie lokale Forschung. Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu Maßnahmen der Stadtverwaltung in diesen Aktionsfeldern (siehe Felder unten).
Darüber hinaus werden niedrigschwellig kleine
Initiativen und innovative Projekte in Marburg gefördert, die sich für Dialog und Vielfalt engagieren. Informationen dazu finden Sie ebenfalls auf dieser Seite.
Die Umsetzung des Handlungskonzepts in den Jahren 2020 - 2024 wurde mittlerweile umfangreich ausgewertet. Den Bericht dazu finden Sie hier oder unten rechts auf der Seite zum Download.
Meldestellen und Beratung bei Diskriminierung sowie bei Hass im Netz
Beratungsangebot des Antidiskriminierungsvereins Mittelhessen
Das Beratungsangebot des Antidiskriminierungsvereine Mittelhessen richtet sich an Menschen, die z.B. aufgrund ihrer Herkunft, ihres Geschlechtes, ihrer sexuellen Orientierung oder einer Behinderung Benachteiligungen erfahren – etwa bei der Jobsuche, auf dem Wohnungsmarkt oder der Nutzung von Dienstleistungen. Die Beratungsstelle zeigt in Marburg und Gießen auf, was rechtlich und praktisch möglich ist.
Antidiskriminierungsstelle des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration
Die Antidiskriminierungsstelle des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration bietet für von Diskriminierung Betroffene ein Erst- und Verweisberatungsangebot an. Das heißt, Menschen, die sich aus rassistischen Gründen, wegen ihrer ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des (Lebens-) Alters oder der sexuellen Identität benachteiligt sehen, können sich schriftlich oder telefonisch an die Stelle wenden.
Das ADiBe Netzwerk Hessen
Das ADiBe Netzwerk Hessen ergänzt die Antidiskriminierungsstelle im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration. ADiBe berät und unterstützt Menschen, die sich aus rassistischen Gründen, wegen ihrer ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des (Lebens-) Alters oder der sexuellen Identität diskriminiert sehen. Anders als eine Behörde kann ADiBe sich parteilich an die Seite der Betroffenen stellen, eine juristische Ersteinschätzung anbieten, einzelne Diskriminierungsfälle öffentlich machen und diesen Prozess begleiten. Die Beratung ist angesiedelt bei der Bildungsstätte Anne Frank.
Opferberatung Response und Meldestelle „Hessen schaut hin“
Die Opferberatung Response bietet Beratung und Unterstützung von Menschen, die von rechtsextremer, rassistischer, antisemitischer, antimuslimischer oder antiziganistischer Gewalt betroffen sind. Die Beratung ist angesiedelt beim Evangelischen Regionalverband Frankfurt und Offenbach.
Bei Response ist auch die Meldestelle für rassistische Vorfälle und Gewalt "Hessen schaut hin" angesiedelt, die zum Ziel hat, das Ausmaß rechter Gewalt realistischer abzubilden.
Antidiskriminierungsstelle für Studierende der Philipps-Universität Marburg
Die Antidiskriminierungsstelle der Philipps-Universität Marburg ist die zentrale Anlaufstelle für Studierende, die von Diskriminierung oder anderen Formen der Benachteiligung betroffen sind. Sie bietet Beratung und Bildungsangebote für Betroffene an. Die Workshops der Antidiskriminierungsstelle zur Prävention und Sensibilisierung sind kostenfrei.
OFEK e.V. - Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung
OFEK e.V. ist eine bundesweite Stelle für Beratung und Unterstützung nach antisemitischen Vorfällen. Seit Mai 2020 gibt es eine Beratungsstelle der OFEK e.V. in Frankfurt am Main, die auch telefonische und digitale Beratung ermöglicht.
OFEK e.V. bietet Einzelpersonen, Familien, Angehörigen und Zeug*innen psychosoziale und juristische Beratung nach antisemitischen Vorfällen (z.B. in der Schule, Kita, am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft, im persönlichen Umfeld, in den Behörden) an. Auch Institutionen und soziale Einrichtungen können fachliche Beratung nach Vorfällen durch die OFEK e.V. erhalten. Die Beratung ist anonym und kostenfrei.
Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Hessen (RIAS Hessen)
Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS Hessen) unterstützt die Betroffenen von antisemitischen Vorfällen und dokumentiert Antisemitismus in Hessen. Sie bietet eine Anlaufstelle für Betroffene, Freund:innen, Angehörige sowie Bekannte von Betroffenen als auch für Zeug:innen und Personen, die anderweitig von antisemitischen Vorfällen Kenntnis erlangt haben. Zusätzlich geht sie einem proaktiven Monitoring nach und verfolgt eine zielgerichtete Öffentlichkeitsarbeit.
Meldestelle #HESSENGEGENHETZE
Wer in sozialen Netzwerken oder an anderer Stelle im Internet extremistische Aussagen oder Hasskommentare entdeckt oder selbst Ziel eines solchen Kommentars geworden ist, kann das über ein Meldeformular des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport melden. Dazu braucht man nur den Link zur betreffenden Seite und einen Screenshot des Kommentares. Ob man seine Kontaktdaten hinterlässt, ist freigestellt.
Ziel des Angebotes ist es, Hasskommentare und extremistische Inhalte möglichst schnell zu erfassen, den Betroffenen eine unmittelbare und unkomplizierte Unterstützung zu bieten sowie eine effiziente Strafverfolgung durch eine verbesserte Sicherung beweiserheblicher Daten in Gang zu setzen.
Die Meldungen gehen bei der Zentralen Meldestelle "Hasskommentare" im Hessen CyberCompetenceCenter (Hessen3C) ein. Das Hessen3C ist in der Abteilung VII Cyber- und IT-Sicherheit, Verwaltungsdigitalisierung des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport angesiedelt.
Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien – Medienanstalt Hessen
Beschwerdestelle für illegale, jugendgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Angebote im Internet
http://www.lpr-hessen.de/aufsicht/telemedien/beschwerdeformular/
Beratungsnetzwerk Hessen – gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus
Das Beratungsnetzwerk Hessen berät hessenweit kostenlos und vertraulich Schulen, Eltern und Familienangehörige, Kommunen, Vereine und andere Hilfesuchende in Fällen von Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus und bietet eine breite Palette präventiver Hilfen an. Das Demokratiezentrum Hessen an der Philipps-Universität Marburg ist dabei zentrale Koordinierungs-, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks und vermittelt Ansprechpartner*innen vor Ort. Die Beratungsteams leisten Beratung und Hilfe in krisenhaften Situationen, in denen sowohl die Betroffenen als auch die vor Ort zuständigen Ansprechpartner*innen auf fachlichen Beistand angewiesen sind.
Aktionsfelder des Handlungskonzepts
Aktionsfeld Antidiskriminierung:
Projekte im Aktionsfeld Antidiskriminierung dienen dazu, die Perspektive der von Diskriminierung betroffenen Menschen zu stärken und diese zu ermächtigen (Empowerment)
Dazu zählen beispielsweise:
Antidiskriminierungstrainings für Multiplikator*innen sowie Zuschüsse für Institutionen, Vereine, lokale Beratungsstellen und Initiativen zu Antidiskriminierungstrainings
Durchführung einer Studie zur Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt in Marburg und Entwicklung lokaler Gegenstrategien
In einer Arbeitsgruppe „Antirassismus und Antidiskriminierung in der Kita“, bestehend aus Eltern, zivilgesellschaftlich Engagierten und Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung wurden in einem längerfristigen Prozess verschiedene Maßnahmen ausgearbeitet. Eine der Maßnahmen ist die Versendung von Materialpakten mit Büchern für Kinder und pädagogische Fachkräfte, Plakaten und Spielzeuge an alle Kitas in der Stadt Marburg. Zusammen mit dem Materialpaket wird den Kitas und ihren Mitarbeiter*innen eine professionelle Schulung zum Thema "Diskriminierungskritische Pädagogik" angeboten.
Aktionsfeld Dialog und Beteiligung:
In der Säule Dialog und Beteiligung werden Gesprächs- und Beteiligungsformate auf der Grundlage von Respekt und in Anerkennung der Vielfalt der Marburgerinnen und Marburger umgesetzt. Damit stärken wir das demokratische Miteinander in unserer Stadt.
Dazu zählen beispielsweise:
„Stadt im Gespräch“: Vorortdialoge in einzelnen Stadtteilen mit der politischen Verwaltungsspitze und den Ortsvorsteher*innen; 2020 wurden insgesamt neun Vorortdialoge durchgeführt, davon die meisten als gestreamte Online-Formate aufgrund der Corona-Pandemie (siehe auch Vorortdialog "Stadt im Gespräch" weiter unten).
Tür-zu-Tür-Befragungen mit zufällig ausgewählten Einwohner*innen in einzelnen Stadtteilen, zum Teil mit mehrsprachigen Interviewer*innen; Den Auftakt bildeten zwei Befragungen im Februar/März 2020 am Richtsberg und in Wehrda. An die Befragungen schließen sich Stadtteilgespräche mit der politischen Verwaltungsspitze und den Ortsvorsteher*innen an. Die Befragungsergebnisse werden außerdem in den Stadtteilen öffentlich vorgestellt und diskutiert.
"Marburg spricht": In Zusammenarbeit mit ZEIT ONLINE / My Country Talks und der Oberhessischen Presse setzte die Universitätsstadt Marburg als erste deutsche Stadt das im Jahr 2017 entwickelte Gesprächsformat „Deutschland spricht“ auf kommunaler Ebene um. „Marburg spricht“ wurde aus dem von der Stadtverordnetenversammlung 2020 beschlossenem Handlungskonzept „Für Dialog und Vielfalt - Gegen Rassismus, Ausgrenzung und Demokratiefeindlichkeit“ der Universitätsstadt Marburg finanziert. Stadtweit brachten wir anhand von acht unterschiedlichen politischen Fragen Marburger*innen mit politisch völlig unterschiedlichen Meinungen zu Zweiergesprächen zusammen. Über 200 Menschen folgten 2021 dem Aufruf (Rückmeldungen der Teilnehmer*innen).
Aktionsfeld Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung:
Aktivitäten in der Säule Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung machen die Themen Dialog und Vielfalt in der Stadtöffentlichkeit immer wieder präsent. In Veranstaltungen greifen wir wichtige und kontroverse Fragen zum Thema Dialog und Vielfalt auf. Durch Vernetzung der unterschiedlichen Akteure in unserer Stadt fördern wir den Erfahrungsaustausch und bündeln die gemeinsamen Anstrengungen von Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft.
Dazu zählen beispielsweise:
Regelmäßig stattfindende Vernetzungskonferenzen
Unterstützung beim Aufbau des Marburger Netzwerks für Demokratie und gegen Rechtsextremismus
Die Initiierung und Koordinierung verschiedener Arbeitskreise
Die Koordinierung der bundesweit stattfindenden Internationalen Wochen gegen Rassismus
Aktionsfeld Lokale Forschung:
Mit Untersuchungen in Marburg wollen wir in diesem Aktionsfeld unsere Kenntnisse zu Diskriminierungen von Menschen in Marburg sowie zu möglichen Ursachen von politischer Entfremdung und geeigneten Gegenstrategien erweitern. Dabei richtet sich der Fokus auf qualitative und aktivierende Befragungen.
Dazu zählen beispielsweise:
Zwei repräsentative Haustürbefragungen Anfang 2020 in zwei statistischen Bezirken in zwei unterschiedlichen Stadtteilen Marburgs. Wir kooperierten dabei mit Professor Dr. Ulrich Wagner, Philipps-Universität Marburg, Arbeitsbereich Sozialpsychologie. Die Ergebnisse der Untersuchung liegen seit Mai 2021 vor und können hier heruntergeladen werden: Studie "Aktivierende Befragung: Die subjektive Wahrnehmung der Lebensqualität in den Stadtteilen Richtsberg und Wehrda".
Katharina Jung erforschte im Rahmen ihrer Abschlussarbeit an der Philipps-Universität-Marburg, Fachbereich Psychologie, AG Sozialpsychologie, die Diskriminierung am Wohnungsmarkt in Marburg. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Ulrich Wagner. Die Studie können Sie sich hier herunterladen: "Rassistische Diskriminierung auf dem Marburger Wohnungsmarkt: Ergebnisse eines Feldexperiments in Marburg-Biedenkopf".
Mareike Heitmüller erforschte im Rahmen ihrer Abschlussarbeit an der Philipps-Universität-Marburg, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Philosophie, den Zusammenhang von politischer Partizipation und sozialer Ungleichheit am Beispiel des Stadtteils Richtsberg. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Martin Schröder. Die Studie können Sie sich hier herunterladen: "Der Zusammenhang von politischer Partizipation und sozialer Ungleichheit – eine quantitative Studie".
Mit einer begleitenden Evaluierung des Handlungskonzepts für Dialog und Vielfalt wollen wir bestehende Ansätze zur Stärkung des demokratischen Zusammenhalts in Kommunen weiterentwickeln und für Marburg gute Praktiken zur Demokratieförderung entwickeln. Wir kooperieren dabei bisher mit dem „Demokratiezentrum Hessen“ am Institut für Erziehungswissenschaft der Philipps-Universität Marburg.
Der Heimat- und Geschichtsverein Moischt hat mit Mitteln aus dem Handlungskonzept "Für Dialog und Vielfalt" bei Dr. Klaus-Peter Friedrich eine Studie zu Moischt im Nationalsozialismus in Auftrag gegeben. Ziel ist es, eine Lücke in der Moischter Dorfchronik zu füllen, die aus verschiedenen Gründen bei der Erstellung der Dorfchronik 1997 entstanden war. Die vom Heimat- und Geschichtsverein herausgegebene Studie können Sie hier herunterladen: "Das hessische Dorf Moischt im Nationalsozialismus".
Zivilgesellschaft: Förderung und Projekte
Über das Handlungskonzept fördert die Stadt Marburg Projekte von zivilgesellschaftlichen Initiativen im Bereich Dialog und Vielfalt auch finanziell. Gefördert werden insbesondere Initiativen, die von anderen Förderprogrammen zu diesen Themen nicht erfasst werden und / oder innovative Ansätze gegen Rassismus, Ausgrenzung und Demokratiefeindlichkeit verfolgen. Einzelheiten zu den Förderrichtlinien sowie das Antragsformular finden Sie rechts unter Downloads. Wenn Sie Fragen haben oder Unterstützung benötigen, stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung. Unsere Kontaktdaten finden Sie ebenfalls rechts unter Kontakt.
In unserem Bericht zur Umsetzung des Handlungskonzepts in den Jahren 2020 bis 2024 finden Sie zur Anschauung eine Auswahl bereits geförderter Projekte
In Marburg gibt es eine breite Vielfalt von Initiativen und Organisationen, die sich für Demokratie, Vielfalt und Menschenrechte einsetzen. Die Universitätsstadt Marburg will diese Initiativen weiter vernetzen und fördern.
Aktivitäten der Zivilgesellschaft finden Sie auf unserer Engagementkarte.
Haben Sie oder Ihre Initiative/Organisation zum Thema Dialog und Beteiligung etwas vor oder machen schon etwas? Tragen Sie diese Aktivität in unsere Karte ein und informieren Sie so andere Menschen in Marburg. Gemeinsam sind wir mehr - und stärker!
Vorortdialog "Stadt im Gespräch"
Ein wichtiger Bestandteil des Programms "Für Dialog und Vielfalt - Gegen Rassismus, Ausgrenzung und Demokratiefeindlichkeit" ist der Dialog zwischen Einwohner*innen und Verwaltungsspitze in Marburg. Wir glauben, dass das direkte Gespräch mit politisch Verantwortlichen wichtig ist, um Anliegen aufzugreifen und Verwaltungshandeln zu erklären. Damit können wir einen Beitrag gegen Politikverdrossenheit und Demokratiefeindlichkeit leisten.
Dafür veranstalteten wir im Jahr 2020 insgesamt elf Vorortdialoge „Stadt im Gespräch“ in den Marburger Stadtteilen. Dabei beantworteten der Oberbürgermeister und die jeweiligen Ortsvorsteher*innen Fragen zu Themen, die Sie in ihren Stadtteilen bewegen, und nahmen Ihre Hinweise und Anregungen auf. Dadurch erfuhren sie auch die verschiedenen Sichtweisen ihrer Mitbürger*innen.
Im Rahmen der Sommertour 2025 besuchte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies gemeinsam mit der Stabsstelle Bürger*innenbeteiligung unter dem Motto

„Marburg spricht mit: dem Oberbürgermeister“ an sieben Terminen insgesamt zehn Marburger Stadtteile. Ziel der Tour war es, Gespräche auf Augenhöhe zu ermöglichen, das Vertrauen in die Verwaltung zu stärken und Ansprechmöglichkeiten auch außerhalb der Kernstadt zu schaffen. Gleichzeitig sollten neue Zielgruppen erreicht werden, die bislang keinen direkten Kontakt zur Verwaltung hatten. Im Mittelpunkt stand dabei der demokratische und dialogische Austausch.
In allen Stadtteilen fanden Stadtteilspaziergänge mit anschließenden offenen Bürgerinnensprechstunden statt, bei denen Anliegen direkt besprochen werden konnten. Auf dem Richtsberg nahmen der Oberbürgermeister und der Ortsbeirat gemeinsam mit engagierten Anwohner*innen an einer „Müll-Challenge“ teil, um ein deutliches Zeichen für Sauberkeit im Stadtteil zu setzen. Im Südviertel gab es neben der offenen Sprechstunde ein „Let’s play and talk“ im Freien an den Lahnwiesen, an dem Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies, Universitätspräsident Prof. Dr. Thomas Nauss sowie der Ortsbeirat teilnahmen.
Weitere Informationen zur Sommertour des Oberbürgermeisters finden sie hier.
Sonderformat "Let's play mit Tommy"
Alle Informationen zum Sonderformat der Vorortdialoge "Stadt im Gespräch" finden Sie auf Let's play mit Tommy.
Vernetzungskonferenz "TACHELES!"
Von 2020 bis 2023 führte die Stabsstelle Bürger*innenbeteiligung unter dem Titel "TACHELES! Marburg, lass uns reden!" jährliche Vernetzungskonferenzen durch. Die Konferenzen brachten Expert*innen und zivilgesellschaftlich Engagierte zusammen, um verschiedenste Themen zu besprechen und Handlungsmöglichkeiten zur Bearbeitung dieser Themen in der Stadt Marburg auszuarbeiten.
Mit der Gründung des Marburger Netzwerks für Demokratie und gegen Rechtsextremismus 2024 wurden diese jährlichen Vernetzungskonferenzen in monatliche Netzwerktreffen überführt, bei denen Interessierte zusammenkommen, um Themen zu diskutieren und Projekte zu planen.
Informationen zu den stattgefundenen Vernetzungskonferenzen finden Sie unter: https://marburgmachtmit.de/tacheles



