Beteiligung JETZT
Hier finden Sie Informationen zu aktuell laufenden Beteiligungsverfahren.
Beteiligung zum Wohnungsneubau in Ockershausen / Stadtwald (Hasenkopf)

Die Stadtverordnetenversammlung hat im November 2018 entschieden, dass das Gebiet am Hasenkopf vorrangig zu einem neuen Wohnquartier entwickelt werden soll. Dort können auf einer Fläche von 9,5 ha 300 bis 350 Wohneinheiten entstehen, davon 30 % als geförderter Wohnraum. Zusätzlich soll es Genossenschafts- und Gemeinschaftswohnprojekte geben.

2019/2020 fand die Auslobung des Städtebaulichen Wettbewerbs zur Entwicklung des neuen Wohnquartiers am Hasenkopf in Ockershausen / Stadtwald statt. Die Vorgaben für den Wettbewerb wurden vom Fachdienst Stadtplanung und Denkmalschutz in der Beteiligungsphase 2019 gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet. Dazu fanden im Mai und Juni 2019 insgesamt vier Workshops mit Bürgerinnen und Bürgern zu unterschiedlichen Themen statt. Die erarbeiteten Ideen wurden vom Fachdienst Stadtplanung und Denkmalschutz fachlich überprüft und in die Aufgabenstellung für den Städtebaulichen Wettbewerb weitestgehend integriert. 

Derzeit führt der Fachdienst den Städtebaulichen Wettbewerb durch. In der Wettbewerbsjury sind 2 Bürger*innen und ein Mitglied des Ortsbeirates vertreten. Die Ergebnisse des Städtebaulichen Wettbewerbs werden voraussichtlich im Sommer 2021 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Hier finden Sie weitere Informationen sowie die Dokumentationen zur ersten und zweiten Phase der Bürger*innenbeteiligung.

Oberstadt im Dialog - Zukunftskonzept Oberstadt

Die Universitätsstadt Marburg hat 2019/20 mit breiter Bürger*innenbeteiligung und gemeinsam mit allen Akteur*innen vor Ort ein »Zukunftskonzept Oberstadt« entwickelt. Das Ziel ist ein attraktives und lebenswertes Quartier für alle. Der Beteiligungsprozess wurde federführend vom Referat für Stadt-, Regional- und Wirtschaftsentwicklung organisiert. Es ging dabei vor allem um die Themen Wohnen, Leben, Arbeiten, Mobilität und Barrierearmut, Einzelhandel, Gastronomie, Kreativwirtschaft, Gebäudesanierung und Denkmalschutz, soziale Vielfalt, Grünflächen, Sauberkeit, Begegnungsorte und Tourismus. Die Abschlussdokumentation und alle weiteren Informationen zum Prozess finden Sie hier.

Rückenwind erhielt der Beteiligungsprozess durch den Zuschlag für das Förderprogramm "Lebendige Zentren in Hessen", den die Universitätsstadt Marburg im November 2019 erhielt. Dieses städtebauliche Förderprogramm gilt für die südwestliche Oberstadt und hat eine Laufzeit von 10 Jahren. In 2020/21 wird an der zentralen Grundlage für den weiteren Umsetzungsprozess des Förderprojektes, dem „Integrierten Stadtentwicklungskonzept“ (ISEK) gearbeitet. Die Projektleitung für Lebendige Zentren liegt beim Fachdienst Stadtplanung und Denkmalschutz. Informationen dazu finden Sie hier

Denkmalgerechte Instandsetzung "Grüner Wehr"

Das „Grüner Wehr“ ist ein wichtiges Kulturdenkmal der Stadt Marburg. Laut einem Gutachten von 2008 befindet sich das „Grüner Wehr“ in einem „stark sanierungsbedürftigen Zustand“. Daher beauftragte der Fachdienst Tiefbau Planungen für eine Sanierung des „Grüner Wehr“, die im Februar 2018 der Öffentlichkeit vorgestellt wurden.

In der Folge kam es zu vielfältigen öffentlichen Nachfragen und Protesten zu diesen Planungen. In einem Workshop der Stadtverwaltung Marburg am 26. Mai 2018 informierten sich rund 200 Marburgerinnen und Marburger über die Planungen und brachten ihre Anregungen und Bedenken ein. Im Ergebnis kündigten Oberbürgermeister Dr. Spies und Bürgermeister Stötzel an, ein neues Gutachten in Auftrag zu geben.

Dieses Gutachten liegt nun vor und wurde der Öffentlichkeit in einer digitalen Informationsveranstaltung im November 2020 vorgestellt. Die Ergebnisse werden nun verwaltungsintern aufbereitet. Eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung zum weiteren Vorgehen erfolgt voraussichtlich nach der Sommerpause 2021. Das Gutachten und weitere Informationen zum Verfahren finden Sie hier.

Pilotprojekt Stadtteilfonds
Bild von Geldscheinen und Geldmünzen
© Pixabay.com/janeb13

Im Pilotprojekt Stadtteilfonds stehen den Stadtteilen Hansenhaus/Glaskopf/Südbahnhof, Altstadt, Richtsberg und Wehrda in den Jahren 2020 und 2021 jeweils 5.000 Euro für Bürger*innenprojekte zur Verfügung. Einwohner*innen der Stadtteile können Anträge zur Finanzierung von eigenen Projekten in den jeweiligen Stadtteilen stellen. Über die Vergabe der Mittel des Stadtteilfonds entscheidet eine Stadtteiljury. Darin sind vertreten ein Mitglied des Ortsbeirates und ein*e Vertreter*in der Stadtteilgemeinde (soweit vorhanden), weitere wichtige Akteure im Stadtteil sowie per Zufallsauswahl ausgewählten Bürger*innen.

Durch die Stadtteilfonds sollen Engagement und Gemeinschaftsgefühl im Stadtteil gestärkt sowie vorhandene Engagementstrukturen gefestigt werden. Insbesondere sollen die Beteiligung von nicht-organisierten und von jungen Einwohner*innen an Stadtteilaktivtäten unterstützt werden. Hier finden Sie weitere Informationen und alles zur Antragsstellung.

Klima-Aktionsplan 2030

Foto einer Veranstaltung zur Erarbeitung des Klimaaktionsplans

Die Universitätsstadt Marburg hat am 28.06.2019 den Klimanotstand ausgerufen. Damit erkennt sie die menschengemachte Klimakrise als existenzielle Bedrohung für die Artenvielfalt und den Menschen an und setzt sich ein neues Klimaschutzziel: Klimaneutralität bis 2030.

Im Juni 2020 hat die Stadtverordnetenversammlung deshalb einen Klima-Aktionsplan 2030 beschlossen, der mit breiter Beteiligung der Marburger*innen erarbeitet wurde. Der Klima-Aktionsplan 2030 baut auf den bestehenden Klimaschutzkonzepten auf und greift neue Ideen und Maßnahmen in insgesamt vier Handlungsfeldern auf.

Eine der Maßnahmen ist die Schaffung eines Fonds für "Nachbarschaftsprojekte im Klimaschutz" von Bürgerinnen und Bürgern der Universitätsstadt Marburg. Über die Gewährung des Zuschusses entscheidet eine Auswahlrunde, die aus Marburger Bürgerinnen und Bürgern besteht. Ein Teil der Auswahlrunde besteht aus Mitgliedern, die bereits im Klimaschutz aktiv sind und vom Marburger Klimabündnis entsendet werden. Die andere Hälfte besteht aus zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern.

Beteiligung an MoVe 35

„MoVe 35“ steht für das neue Mobilitäts- und Verkehrskonzept, das die Universitätsstadt Marburg erarbeitet. Es soll bis 2035 gelten und die klima- und umweltfreundliche Mobilität voranbringen. Das Ziel ist, eine ganzheitliche Strategie für die gesamte Stadt zu entwickeln. Zunächst wurde die aktuelle Situation für Fußgänger*innen, Radfahrer*innen, Autofahrer*innen, ÖPNV-Nutzer*innen sowie die Parksituation und der Wirtschaftsverkehr untersucht. Dabei geht es um Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken für alle Verkehrsarten. Ab Frühjahr 2021 sollen dann gemeinsam mit den Bürger*innen Ziele und Leitlinien entwickelt werden. Und ab Ende 2021 geht es um die konkreten Vorhaben, mit denen die Zukunft der Mobilität in Marburg vorangebracht werden soll. 

Der Beteiligungsprozess startete am 20. Oktober 2020 mit einer Online-Auftaktveranstaltung. Von Oktober bis Dezember 2020 fand eine Online-Umfrage statt, an der sich ca. 3.700 Menschen aus Marburg und dem Umland beteiligten. Die Ergebnisse der Befragung sowie die Ergebnisse der Bestandsaufnahme zu MoVe35 werden derzeit in einer virtuellen Infomesse zusammenfassend dargestellt. Der erste öffentliche Bürger*innenworkshop zur Beteiligung zu Zielen und Leitlinien findet am 1. Juni 2021 als digitale Veranstaltung statt. Anmeldungen können bis zum 26. Mai über die virtuelle Infomesse erfolgen.

Parallel wird der Prozess von einer nichtöffentlichen Arbeitsgruppe begleitet, in der Mitglieder aus Politik, Bürgerschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Verbänden und der Zivilgesellschaft vertreten sind. Federführend wird MoVe35 vom Fachdienst für Stadtplanung und Denkmalschutz umgesetzt. Mehr Infos dazu unter: www.marburg.de/move35