Pilotprojekt Stadtteilfonds

Bei dem Pilotprojekt Stadtteilfonds werden den Stadtteilen Hansenhaus/Glaskopf/Südbahnhof, Altstadt, Richtsberg und Wehrda 2020 und 2021 jeweils 5.000 Euro von der Universitätsstadt Marburg zur Verfügung gestellt, um Projekte von Bürgerinnen und Bürgern zu finanzieren.

Jede*r Einwohner*in ab 14 Jahre mit Erst- oder Zweitwohnsitz in den jeweiligen Stadtteilen kann Projektideen für den Stadtteil entwickeln und dafür Projektanträge stellen.

Gefördert werden:

  • die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements und der Vernetzung im Stadtteil.
  • die Stärkung des Zusammenlebens und die Aktivierung der Einwohnerinnen und Einwohner. 
  • die Belebung der Stadtteilkultur.
  • die Förderung der Identifikation mit dem Stadtteil.
  • die Aufwertung des Stadtbilds im Stadtteil. 

Projekte werden von Bürgerinnen und Bürgern selbst entwickelt und umgesetzt. Wenn Sie eine Projektidee für Ihren Stadtteil haben, schauen Sie bitte in den Info-Boxen in Ihrem Stadtteil nach, wer die Ansprechpersonen sind und was Sie tun müssen. Die Ansprechpersonen beraten Sie auch gerne bei der Beantragung.

Über die Projektideen und Anträge entscheidet in jedem Stadtteil eine Stadtteiljury. In der Stadtteiljury sind der Ortsbeirat, die Stadtteilgemeinden und weitere Akteure im Stadtteil sowie zufällig ausgewählte Einwohner*innen vertreten. Insgesamt sind in der Stadtteiljury zwischen 9 und 11 Mitglieder. Die Koordinierungsstelle Bürger*innenbeteiligung der Universitätsstadt Marburg begleitet und unterstützt das Pilotprojekt. Nach zwei Jahren werden die Erfahrungen ausgewertet.

Wenn Sie Fragen haben, schauen Sie in die Info-Box "Häufig gestellte Fragen" weiter unten. Oder schicken Sie eine E-Mail oder rufen uns an. Allgemeine Informationen zum Stadtteilfonds und zum Stadtteilfonds Altstadt gibt die Leiterin des Fachdienstes 72 - Bürger*innenbeteiligung, Dr. Griet Newiger-Addy, in folgendem Interview in der Audioreihe "Das rote Sofa":

Antragstellung:
Das Formular für die Antragstellung finden Sie unter den Downloads.
Der Fördermindestbetrag liegt bei 100 EUR. Der Förderhöchstbetrag sollte 2.500 EUR nicht übersteigen. Über Ausnahmefälle entscheidet die zuständige Stadtteiljury.
Bitte lesen Sie auch die Förderrichtlinie zur Vergabe von Fördermitteln aus dem Pilotprojekt Stadtteilfonds, welche Sie ebenfalls unter Downloads finden.

Was ist der Stadtteilfonds?

  • Der Stadtteilfonds ist ein Stadtteilbezogenes Budget in Höhe von 5.000 EUR pro Jahr und Stadtteil. 
  • Er finanziert Projekte von Bürger*innen im Stadtteil.
  • Er orientiert sich an den Verfügungsfonds im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ im Waldtal und im Stadtwald.

Welche Ziele sollen mit dem Stadtteilfonds erreicht werden?

  • Die Engagementstrukturen im Stadtteil sollen unterstützt werden.
  • Die Beteiligung und Mitsprache von nicht organisierten Menschen im Stadtteil soll erhöht werden.

Warum ein Pilotprojekt?

  • Der Stadtteilfonds wird als Pilotprojekt umgesetzt, um erste Erfahrungen während des Projektes zu sammeln.
  • Beteiligt sind an dem Pilotprojekt die Stadtteile Richtsberg, Hansenhaus/Glaskop/Südbahnhof, Wehrda und Altstadt.
  • Eine Fortsetzung des Stadtteilfonds und eine Ausdehnung auf andere Stadtteile wird nach Laufzeitende auf Basis der Erfahrungen geprüft.

In welchem Zeitraum steht das Geld zur Verfügung?

  • Die zweijährige Pilotphase des Stadtteilfonds ist auf 2020/2021 festgesetzt.
  • Das bedeutet, dass für zwei Jahre jeweils 5.000 Euro pro Stadtteil zur Verfügung stehen.

Wer kann Geld beantragen?

  • Jede*r Einwohner*in mit Erstwohnsitz im Stadtteil (Abgrenzung auf Basis des Straßenverzeichnisses der Stadt) kann einen Antrag stellen.
  • Vereine und Initiativen können über Einzelpersonen Anträge stellen.
  • Nicht förderfähig sind Ausgaben für laufende oder bereits geförderte Projekte.

Welche Informationen werden für die Antragstellung benötigt?

  • Neben Kontaktdaten des*der Antragstellers*in werden u.a. Angaben zu den geplanten Kosten, zum Nutzen für den Stadtteil, zur Projektbeschreibung und zum Zeitraum der Projektumsetzung benötigt.
  • Den Projektantrag und alle weiteren Informationen finden Sie unter Downloads.

Wer setzt die Projekte um?

  • Die Umsetzung erfolgt durch die Bürger*innen selbst.

Wer entscheidet über die Vergabe der Mittel? An Wen muss ich mich wenden?

  • Zur Entscheidung über die Mittelvergabe wird eine Stadtteiljury im Stadtteil eingerichtet.
  • Mitglieder sind zentrale Akteure aus dem Stadtteil und zufällig ausgewählte Bürger*innen.
  • In der Stadtteiljury arbeiten in der Regel bis zu 9 Personen. Bei der Zusammensetzung soll darauf geachtet werden, dass die zufällig ausgewählten Bürger*innen die Mehrheit in diesem Gremium haben.
  • Anträge reichen Sie bei der für den Stadtteil verantwortlichen Person (siehe Abschnitte zu den einzelnen Stadtteilen) oder bei dem Fachdienst 72 - Bürger*innenbeteiligung ein.

Wie unterstützt die Stadtverwaltung die Bürger*innen?

  • Der Fachdienst 72 - Bürger*innenbeteiligung organisiert in jedem Stadtteil mindestens eine Ideenwerkstatt am Anfang der Laufzeit des Stadtteilfonds, stellt die Förderbescheide nach Votum der Stadtteiljury aus und zahlt die Fördergelder aus.
  • Wenn gewünscht, moderiert die Koordinierungsstelle die Sitzungen der Stadtteiljury.
  • Der Fachdienst 72 - Bürger*innenbeteiligung unterstützt die Arbeit des Stadtteilfonds durch Öffentlichkeitsarbeit und steht während der Laufzeit beratend zur Verfügung.
  • Der Fachdienst 72 - Bürger*innenbeteiligung bietet unterschiedliche Formen des Austauschs und der Vernetzung während der Laufzeit an.
  • Der Fachdienst 72 - Bürger*innenbeteiligung wertet die Ergebnisse des Stadtteilfonds aus.

Für weitere Fragen steht Ihnen der Fachdienst 72 - Bürger*innenbeteiligung gerne zur Verfügung.